„Nach Markteinführung des lang angekündigten Produkts ALFA v5, bereitet sich CHP Consulting nun auf einen Vorstoß in den kontinentaleuropäischen Markt vor", so Antonio Fabrizio.
Veröffentlicht am 05.11.2009
CHP Consulting gab vor Kurzem eine neue Version ihrer Flagship-Software ALFA frei. Dies bildet jedoch nur einen Teil einer Strategie, deren Ziel es ist, dem Kundenstamm die modernste Technologie anzubieten und dank der europaweiten Eröffnung von Geschäftsstellen neue Kunden zu erwerben.
Die Markteinführung der Software ALFA v5 im vergangenen Monat war das Ergebnis einer zweijährigen Entwicklungsarbeit und einer Investition in Höhe von GBP 5 Mio. (€ 5,5 Mio.). Andrew Denton, Vertriebs- und Marketingdirektor des Unternehmens, fasst das Resultat mit den Worten zusammen „ein sehr neues und gleichzeitig doch nicht so neues Produkt".
ALFAs vorherige Version v4 hat eigentlich alle die gleichen Funktionalitäten wie v5; die neue Version wurde jedoch auf einem brandneuen Technologiestack entwickelt und ist mit einer Webpräsentation ausgestattet, was laut Denton die Software weiter verbessert.
„Wir waren uns bewusst, dass eine technologische Auffrischung des Produkts an der Zeit war. Unser Team entwickelte eine Methode, mit deren Hilfe der alte Code auf eine neue Technologieplattform migriert und nicht neu geschrieben wurde,” sagte er.
Das Unternehmen möchte jedoch betonen, das v5 kein neues Functional-Set darstellt, im Wesentlichen, weil die vorherige Version bereits ein ausgereiftes Produkt war und weil ALFA sich bereits seit fast zwei Jahrzehnten auf dem Markt befindet. Derzeitige CHP-Kunden mit früheren ALFA-Versionen benötigen lediglich ein Upgrade für die neue Version.
„Mit einem neuen Produkt ganz von vorn anzufangen, hätte bedeutet, dass es für unsere bestehenden Kunden keine klare Upgrademöglichkeit gegeben hätte, Verwirrung neuer Kunden sowie Verschwendung unserer Erfolgsgeschichte,” so Denton.
Laut Denton sind die Highlights der v5 der neue Technologiestack, die durchgehende Präsentationsschicht, die erweiterte Funktionalität in Bezug auf die Mehrsprachen- und Mehr-GAAP-Einsatzmöglichkeiten, die Transportfähigkeit und die von ihm als „wirklich sexy” bezeichnete Benutzeroberfläche.
Laut Denton bietet die v5 jedoch vor allem „langfristige" Vorteile, die er mit den Worten zusammenfasst: „Die Gelegenheit, damit Sachen zu schaffen, welche die Branche in der Tat von Grund auf umgestalten könnte”.
Dazu gehören laut Denton „intelligente” oder „selbstdefinierende” Scorecards, die CHP in Kürze auf den Markt bringen wird. Diese Scorecards ermöglichen die gezielte Datensuche mithilfe von Association Pairs, sodass die Scorecards „sich selbst modifizieren” können.
Laut Denton funktionieren diese Scorecards in der Praxis auf die gleiche Weise, wie in anderen Bereichen, in denen das Datenmining bereits eingesetzt wird.
So fand beispielsweise eine amerikanische Supermarktkette beim Extrahieren von Daten über Kundengewohnheiten heraus, dass in einem bestimmten Zeitfenster, in dem Windeln gekauft wurden auch Bier gekauft wurde, weil Väter nach Büroschluss vorbei kamen und beides einkauften.
Das Datenmining erfasste dies und der Supermarkt entschied, Bier neben Windeln auszustellen; als Folge stieg der Umsatz beider Produkte in diesem Zeitfenster.
CHP erklärt, dass so etwas auch mit Scorecards möglich wäre. Er hofft, dass die meisten Leasingfirmen, welche diese bereits an der Kasse benutzen, die Vorteile von Scorecards erkennen werden, die ihnen konstante – sogar tägliche oder stündliche - Prognosen liefern und die sich selbst modifizieren im Vergleich zu Scorecards, die nur periodisch aktualisiert werden.
Er bemerkte, dass viele bestehende Kunden und Interessenten positiv auf v5 reagierten. Die neue Version wird bereits für einen Kunden implementiert; drei weitere haben sich gerade dazu verpflichtet.
ALFA v5 ist jedoch momentan nicht die einzige Neuigkeit von CHP. Ihre neue Strategie umfasst einen „globalen Vorstoß” mit besonderem Schwerpunkt auf Europa. Während bis jetzt die größten Geschäfte des Unternehmens mit der britischen, amerikanischen und australischen Leasingbranche abgeschlossen wurden, wird sich das Unternehmen künftig auch auf andere Bereiche konzentrieren, insbesondere auf den eigenen Nachbarmarkt in Europa.
CHP Consultings Europastrategie ist seit Langem durchaus konservativ, da das Unternehmen es vorzog, sich trotz der Entfernung auf die anglophilen australischen und US-amerikanischen Märkte zu konzentrieren; auch sind die gesetzlichen Regulierungen und Märkte dieser Länder den britischen sehr ähnlich.
CHP Consulting hat sich nun entschieden, ihre Produkte und insbesondere v5 auch europaweit zu vermarkten. Zu diesem Zweck wird CHP Anfang 2010 drei neue Geschäftsstellen in Frankfurt, Paris und Stockholm eröffnen, um einige der größten Märkte Europas zu bedienen und Unterstützung für eine Reihe von Neukunden aus den nordischen Ländern anzubieten.
Neue Märkte wie Spanien und Italien einerseits und Mittel- und Osteuropa andererseits könnten folgen.
CHP behauptet, „sie habe Hochkonjunktur wie noch nie".
Trotz der Finanzkrise war das Softwarehaus CHP Consulting mit Sitz in London in jüngster Zeit sehr beschäftigt.
Abgesehen vom hohen Arbeitsaufwand bei der Entwicklung der neuen Version der ALFA-Software schloss das Unternehmen auch eine beträchtliche Anzahl Verträge mit Leasinggesellschaften ab.
Laut Andrew Denton, Vertriebs- und Marketingdirektor des Unternehmens, hat das Unternehmen „Hochkonjunktur wie noch nie”; er schreibt den Erfolg „einer Kombination aus Glück und Kompetenz” zu.
Das Unternehmen wurde im Jahr 1990 gegründet und bietet seit fast 20 Jahren Anlagenfinanzierungslösungen an. Zurzeit hat das Unternehmen ein Stammpersonal von mehr als 150, die in Geschäftsstellen in London, den USA und Australien arbeiten.
Laut Denton, der im Jahr 1995 zu der Firma kam, änderte sich für CHP alles um das Jahr 2000.
„Wir selbst erkannten unsere wahren Fähigkeiten erst im Jahr 2000. Im Jahr 2000 beschleunigten sich die Dinge dann [die größte britische Leasingfirma – Lombard – implementierte ALFA], und seitdem sind wir auf diesem Pfad.”
Das durchschnittliche Alter der Mitarbeiter des Unternehmens liegt bei unter 30, aber laut Denton arbeitet die Mehrheit der Mitarbeiter „bereits seit 10 Jahren in der Branche bei verschiedenen Unternehmen und sammelte unterschiedliche Erfahrungen”.
„Die Jungs kennen einfach ihr Zeug”, fügte er hinzu.
Im Anschluss an die Freigabe von ALFA v5 plant das Unternehmen einige Beförderungen im Informatikwissenschaftsteam, weil es geschafft hat, die ALFA-Plattform mit allen Funktionalitäten auf dem neuesten Technology-Set auf dem Markt zu verbinden.
Dieser Artikel erschien in Leasing Life, Ausgabe 194, November 2009, und wurde am 29. Oktober 2009 für das Web veröffentlicht.
Wiedergabe mit Erlaubnis des Verlegers.